Wandern mit dem Andern - Hiltrud & Patrick im Blitzinterview

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Hiltrud und Patrick sind nicht nur zwei seltene Vögel – sie sind auch zwei Wandervögel! Wenn auch zwei höchst unterschiedliche. Patrick nimmt’s gern sportlich, hat stets den Gipfel im Visier und möchte hoch hinaus. Für Hiltrud hingegen ist jede Wanderung eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, sich auf die Natur einzulassen – und ja, vielleicht sieht sie schon mal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr … Aber solange die Hütte als Ziel lockt, findet sie auch den Weg dorthin.

Das vereint die beiden dann doch: Die Liebe zum guten Essen auf Hütten an den schönsten Orten der Umgebung. Und: die Begeisterung für die Natur. Zwischen genüsslich und herausfordernd, organisiert und flexibel, gemächlich und zackig finden sich nämlich gemeinsame Nenner. Welche? Wir haben Hiltrud und Patrick – getrennt voneinander – dieselben vier Fragen gestellt. Was dabei herausgekommen ist? Ein spannendes Antwortenspektrum! 

Nenne bis zu fünf Begriffe, die dir zum Thema Wandern in den Sinn kommen! 

Hiltrud: Geselligkeit und Gespräche, Naturverbundenheit, Erholung, Einkehr  
Patrick: Freiheit, Herausforderung, Abgeschiedenheit, Abenteuer, Einkehr 

(Anmerkung der Redaktion: EINEN Nenner haben wir schon mal entdeckt …) 

Was darf in deinem Rucksack auf keinen Fall fehlen? 

Hiltrud: Mein Erste-Hilfe-Set mit den Bachblüten-Notfalltropfen habe ich schon öfter gebraucht, z. B. bei Bienenstichen oder Überanstrengung. Nicht unbedingt für mich, aber für andere! Und dann natürlich: ein leichtes Jäckchen, Wechselsocken, Regenschutz, etwas zum Naschen, etwas Wärmendes zum Überziehen … also alles, was man am Berg eben so braucht! Mein Rucksack ist meistens recht gut gefüllt. Ich denke halt an alle Eventualitäten … und manchmal auch für andere mit. *lacht*

Patrick: Ein Apfel und ein Taschenmesser! Das Taschenmesser nicht nur für den Apfel, sondern auch … na … naja … man weiß ja nie, ob man es sonst noch braucht. Ich packe einfach nur das Nötigste ein.

Was ist für dich beim Wandern das höchste der Gefühle? 

Hiltrud: Eigentlich hasse ich ja kaltes Wasser. Aber nach einer Wanderung mit den Füßen in einen Bergbach zu steigen, das ist einfach herrlich. 
Patrick: Ich liebe den Duft der Wälder und die freie Sicht, die man vom Gipfel aus hat. 

Was magst du daran, mit Patrick/Hiltrud zu wandern? Und wo liegt Konfliktpotential? 

Hiltrud: Ich finde Patricks Sportsgeist bewundernswert! Konfliktpotential? Sein Sportsgeist. (Anmerkung der Redaktion: :-)

Patrick: Ich mag es, dass Hiltrud so viel wahrnimmt und mich auf die kleinen Wunder der Natur rund um uns herum aufmerksam macht. Konfliktpotential? Na, vielleicht ihre Erzählfreudigkeit, die manchmal auch steil bergauf nicht abreißt. 

 

So vielfältig das Wandern rund um Dorf Tirol im Meraner Land ist, so unterschiedlich sind auch Patricks und Hiltruds Vorstellungen von einem perfekten Wandertag. Und trotzdem genießen sie immer wieder gemeinsame Ausflüge zu den schönsten Plätzen der Umgebung. 

Wie das geht? Im wahrsten Sinne des Wortes? Nun – vielleicht wandern beide gemütlich und naturgenießend bis zur Hütte, dem gemeinsamen Nenner. Patrick sammelt von dort aus rasch noch ein paar zusätzliche Höhenmeter, während Hiltrud schon mal einen Aperitif in der Sonne genießt. Gegessen wird dann wieder gemeinsam. Oder man geht mit anderen in Gesellschaft, teilt sich zwischendurch  und trifft sich später am vereinbarten Ziel wieder. Bei einer Hütte, versteht sich. 

„Und so sollten es Paare vielleicht grundsätzlich machen, wenn ihre Vorstellungen vom Wandererlebnis auseinandergehen“, meint Hiltrud. Gerade im Urlaub. Es geht darum zu verstehen, dass man nicht alles immer gemeinsam erleben muss – und dass auch Kompromisse nicht immer glücklich machen. Viel wichtiger ist es, Wege zu finden – im wahrsten Sinne –, dass beide ihrer Leidenschaft nachgehen können. Dann hat man sich danach auch viel zu erzählen. Wer beziehungstaugliche Wandertipps braucht, ist bei uns genau richtig. Die schönsten Ziele der Umgebung lassen sich auf unterschiedlichste Weise erreichen – das Meraner Land steht schließlich für Vielfalt. Bergeweise.