Über den neuen Trinkgenuss: Coole Drinks und edle Weine

Wein gehört zum Golserhof. Das war schon immer so. Hiltrud, Gastgeberin im Golserhof und Weinexpertin, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Weinen und beobachtet, wie sich die Trinkkultur verändert: Die Lust am guten Geschmack ist geblieben – nur die Wege dorthin werden vielfältiger.

 

Wein vereint


Hiltruds Verbindung zum Wein reicht bis in ihre Kindheit zurück. Ihr Vater war Obst- und Weinbauer, die Traubenernte ein jährliches Familienereignis. Beim Wimmen, wie die Weinlese in Südtirol genannt wird, kamen alle zusammen. Mit den Gästen des Golserhofs ging Hiltruds Vater regelmäßig in die Giater unterhalb vom Golserhof, um ihnen vor Ort vom Obst- und Weinbau zu erzählen. Zum Abschluss gab es ein Gläschen vom hauseigenen Merlot zu kosten. Wein war also nie einfach nur Wein. Er gehörte zum Erzählen, Feiern, Zusammensitzen und Genießen – er brachte die Menschen zusammen.

Heute stehen rund 170 sorgfältig ausgewählte Weine auf der Weinkarte des Golserhofs. Hiltrud kennt die Winzer:innen und Kellereien und möchte möglichst die ganze Vielfalt Südtirols ins Glas bringen: von klassischen Weinen bis zu biodynamischen Tropfen, von bekannten Namen bis zu spannenden Entdeckungen.

Als alkoholfrei noch gar nicht so einfach war


Während ihrer Schwangerschaft im Jahr 2009 fiel Hiltrud auf, wie wenige hochwertige alkoholfreie Alternativen es gab. Kurz darauf entstand am Golserhof eine eigene Apfelsaftkarte – mit Säften von Kohl, einem Südtiroler Produzenten, der hochwertige Apfelsäfte vom Berg ähnlich stilvoll präsentierte wie edle Weine. Und die Idee passte einfach: Schließlich liegt der Golserhof mitten im Apfelland.

Heute gehören unterschiedlichste alkoholfreie Aperitifs selbstverständlich zum Drink-Repertoire des Hauses. Hiltruds Anspruch ist schnell formuliert: Wer zwei Wochen im Golserhof verbringt, soll sich jeden Tag durch die Südtiroler Weinwelt probieren können – und genauso gut zwei Wochen lang abwechslungsreich alkoholfreigenießen. „Die Gäste waren von Anfang an begeistert. Vielleicht auch deshalb, weil es nie darum ging, etwas zu reduzieren, sondern immer darum, etwas zu erweitern.“ Genuss geht mit oder ohne Alkohol. Wichtig ist, hinzuspüren, findet sie, wonach der Sinn steht und sich – vor allem im Urlaub – Wünsche zu erfüllen und Genuss zu erlauben. 

Genuss bedeutet Offenheit


Auch in der Weinwelt selbst beobachtet Hiltrud einen Wandel Richtung Offenheit. Früher schienen die Regeln oft klar: Rotwein zum Fleisch, Weißwein zum Fisch. Heute darf es freier sein. „Es geht um Kreativität, Neugier und Individualität. Und vor allem darum, was einem selbst schmeckt.“ Warum also nicht einen schönen Blauburgunder zum Fisch trinken, wenn einem genau danach der Sinn steht? „Auch zum heimischen Lamm oder Wild finden wir einen passenden Weißwein, wenn dem Gast danach ist.“  Hiltrud möchte deshalb auch weniger vorgeben als vielmehr beraten: „Was möchten Sie heute gern? Wonach ist Ihnen?“ Das sind die Fragen, die sie ihren Gästen in erster Linie stellt.

Denn Genuss kann ein Glas Wein sein. Ein gutes Bier. Ein alkoholfreier Aperitif oder ein schönes Digestif. Ein Südtiroler Apfelsaft. Oder etwas ganz anderes. „Ich möchte ein gutes Leben führen“, sagt Hiltrud. „Und dazu gehört Genießen unbedingt. Das möchte ich den Gästen hier auch immer näherbringen und es ihnen so einfach wie möglich machen, sich selbst und die eigenen Wünsche gut wahrzunehmen und ihnen nachzugehen.“ Hiltrud findet die aktuelle Entwicklung schön: Genuss wird individueller. Freier. Bewusster. Eigentlich genau so, wie man ihn im Golserhof schon immer verstanden hat.