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Sicheres Wandern

Wichtige Regeln für das Wandern
Nur fit in die Berge – und nicht erst fit „durch die Berge“
Die meisten Alpinunfälle geschehen bei Ermüdung oder Erschöpfung. Daher benötigen Wan-derer heute ebenso Training wie andere Freizeitsportler. Nur: In den Bergen kann das viel-leicht eine Überlebensfrage werden…

Keine Bergtouren ohne sorgfältige Planung
Jede Bergtour erfordert Planung mit Führer und Karte. Stellen Sie mit Ruhe und Sorgfalt die erforderliche Ausrüstung zusammen. Am Morgen, vor dem Aufbruch, in Ruhe frühstücken – aber ohne sich dabei den Bauch vollzuschlagen: den Gipfel stürmt man nicht mit vollem Magen

Nach dem Abmarsch erst einmal 30 Minuten langsam warmgehen!
Später richtet sich dann das Gehtempo ausschließlich nach dem Schwächsten in der Gruppe, sein Pulsschlag soll nie höher als 130 pro Minute sein

Alle 2 Stunden eine zehnminütige Pause
Spätestens dann soll jeder etwas essen und trinken, auch ohne Hunger bzw. Durst (dann erst recht). Bei Ermüdung oder Erschöpfungszeichen sofort ausgiebig rasten (gegebenenfalls um-kehren). Dabei Brote, Kekse, Schokolade und ähnliches essen und soviel wie möglich trinken. Lieber umdrehen, als den Gipfel mit letzter Kraft erzwingen – denken Sie an den Abstieg. Der dann noch vor Ihnen liegt. Bei Erschöpfung keine Medikamente einnehmen. – Falscher Ehr-geiz kann tödlich sein!

Während der Tour gilt: Trinken, trinken und nochmals trinken
Und zwar bei jeder Gelegenheit vor und während der Tour, durchschnittlich mindestens 2-3 Liter über den Tourtag verteilen. Das reichliche Trinken möglichst mineralsalzreicher Flüs-sigkeiten ist das „A&O“ vom Wandern jeder Art. Alkohol ist während der Tour stark einzu-schränken, am besten ist der völlige Verzicht.

Kinder keinesfalls überfordern
Touren mit Kindern erfordern besonders sorgfältige und abwechslungsreiche Planung und sind stets kindergerecht auszurichten

Ab etwa 2000 Meter Seehöhe genug Zeit lassen, um sich zu akklimatisieren
Je höher, um so länger! An ungewohnten Höhenlagen muss sich jeder Mensch erst einmal gewöhnen, bevor man sich Leistung abverlangt – sonst kann es böse Überraschungen geben. Beachten Sie die Warnzeichen (vor allem Kopfweh, Husten und Schlaflosigkeit)

Wettergefahren niemals unterschätzen
Das Gelingen einer Tour steht und fällt mit dem Wetter. Beobachten Sie sorgfältig – auch bereits vor der Tour – die Wetterentwicklung, kehren Sie bei drohendem Wettersturz rechtzei-tig um; suchen Sie bei aufziehendem Gewitter geschützte Orte auf und verlassen Sie Grate und exponierte Stellen.

Bleiben Sie grundsätzlich auf dem Weg
Haben Sie sich verirrt, so bewahren Sie Ruhe, suchen Sie nach Möglichkeit sicheres Gelände auf. Gegebenenfalls bleiben Sie, wo Sie sind. Riskieren Sie nichts und versuchen Sie unter keinen Umständen, sich „ins Tal durchzuschlagen“, sondern bleiben Sie an Ort und Stelle und beginnen Sie mit dem „Alpinen Notsignal“. Ein optisches oder akustisches Zeichen sechsmal in der Minute, danach eine Minute Pause, und so fort bis Antwort kommt. Außerdem: Wenn Sie vor der Tour irgendwo Angaben über Routen und Ziel hinterlassen haben, wird man Sie rasch finde. – Keine Panik bei einem Unfall!

In jedem noch so kleinen Ruchsack ist Platz für die Notfallausrüstung, die einfach immer dabei ist: Reservewäsche, Taschenlampe mit Ersatzbatterien, „Alpine Erste Hilfe Box!“

Halte die Bergwelt sauber, nimm deine Abfälle mit ins Tal und hilf mit, unsere Berge rein zu halten


Tipps

Hirschtalgcreme:
Gönnen Sie sich einen Tag vor dem Wandern ein ausgiebiges Fußbad und cremen Sie anschließend Ihre Füße mit Hirschtalgcreme ein. Ihre Haut wird dadurch elastischer, und Sie verringern das Risiko, Schuhblasen zu bekommen.

Schuhwerk:
Wenn Sie Wanderschuhe kaufen, sollten Sie vor allem auf eine gute Passform achten. Gehen Sie bereits im Geschäft damit herum. Verspüren Sie irgendwo eine unangenehme Stelle, die Ihnen beim Wandern Schwiergkeiten machen könnte, dann ist es empfehlenswert, einen ande-ren Wanderschuh zu probieren.

Socken:
Achten Sie beim Kauf von Wandersocken auf gute Qualität. Bergsocken haben an den Fersen und Fußsohlen Verstärkungen, damit der Fuß an den sensiblen Stellen nicht so sehr der Rei-bung ausgesetzt ist. Wandersocken sollte man immer um zwei Nummern kleiner kaufen als die normale Schuhgröße. Dadurch werden Wandersocken quasi zu einer "zweiten Haut".

Sockenwechsel:
Bei einer mehrtägigen Tour ist es ratsam, jeden Tag dieselben Wandersocken zu tragen. Dies mag zwar ungewöhnlich klingen, ist jedoch ein altes Hausrezept, um beim Wandern Schuh-blasen zu vermeiden.

Utensilien:
Jede Wanderung sollte vorher genau geplant werden. Dem entsprechend sollten die Utensilien in Ihrer Wanderausrüstung zusammengestellt werden:

  • Zweckmäßige Nahrung (Nichts, das schmelzen könnte oder klebrig ist)
  • Genug zu trinken
  • Wäsche/ Unterwäsche zum Wechseln
  • Plastiksack um Abfälle usw. einzupacken
  • Wanderkarte / Kompass / Funkgerät
  • Taschenlampe
  • Ersatz-Schnürsenkel
  • Taschenmesser, Streichhölzer, Feuerzeug
  • Erste-Hilfe Kasten
  • Spezialtipp: im Sommer eine Badehose

Wanderstöcke:
Flach, bergauf u. steil bergab = JA
mäßig bergab = NEIN
Warum?
Beim bergab wandern im mäßig steilen Gelände wird der Wanderer dazu verleitet, schneller als sonst zu gehen, wenn er Wanderstöcke benützt. Durch das harte Auftreten beim schnellen Gehen werden die Gelenke noch mehr belastet.
 
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