Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
Menü
Anfragen Buchen
 
 

Der Tappeinerweg

Gegenüber der Einmündung der Gilfpromenade in die alte Passeirerstraße liegt der Anfang des so beliebten Tappeinerweges. Diese 2 km lange Promenade wurde 1893 von Dr. Franz Tappeiner aus eigenen Mitteln gebaut.

In zweimaligen weiteren Ausbau (1908 und 1928) wurde sie um 2 km verlängert. Sie führt heute etwa 100 m über dem Meraner Talkessel entlang des Hanges des Küchelberges bis zum Köstengraben unter Schloß Tirol und mündet dann in die große Kehre der schönen Laurinstraße, die Gratsch mit Schloß Thurnstein verbindet. Die 4 km lange, fast ebene Promenade mit den unzähligen, herrlichen Ausblicken über die Stadt und den ganzen Talkessel, ist wohl "die Krone" der Meraner Spazierwege und wird als "die Empore der paradiesischen Szenerie des Burggrafenamtes" bezeichnet. Herrliche Blumenanlagen und südliche Pflanzenarten entlang der Promenade verleihen dieser schönen Wanderung zusätzlich Reiz. Dr. Franz Tappeiner (1816 - 1902) aus Laas im Vinschgau, der der Passerstadt dieses schöne Geschenk beschert hat, studierte in Padua, Prag und Wien Medizin und ließ sich 1848 als Arzt in Meran nieder.

Es ist auch Tappeiners herausragenden Ruf als Mediziner zu verdanken, das Meran sich immer mehr von der reinen Lungenheilstätte zum Luftkurort ansiedelte; er praktizierte mit Erfolg neue Heilmethoden, beschäftigte sich mit anthropologischen und ethnographischen Forschungen und hatte nebenbei noch bahnbrechenden Erfolg als Botaniker. Hochbetagt und vom ganzen Lande geehrt, auf Schloß Reichenbach, seinem Wohnsitz in Obermais starb Dr. Tappeiner 1902. Wie sehr Dr. Tappeiner geschätzt und geehrt wurde, beweist die Tatsache, dass ihm seine ehemaligen Patienten und Verehrer anläßlich seines 70. Geburtstages (1886) einen seiner sehnlichsten Wünsche erfüllten, nämlich den Bau der Ãœberbrückung der Passer beim Deutschen Haus, dem heutigen Tappeinersteg.

Dr. Tappeiner steuerte auch 2000 Gulden zur Errichtung der Wandelhalle bei; die Ehrenhalle in derselben wurde zur Gänze auf seine Kosten hergestellt.
 
Zurück zur Liste